Windows 10+ an der MLU

Mit der Einführung von Windows 10 hat Microsoft viele Nutzer insbesondere hinsichtlich des Datenschutzes verunsichert. Mittelfristig wird vielen Nutzern, die auf ein Windows-Betriebssystem angewiesen sind, keine Alternative zur Aktualisierung auf Windows 10 geboten.

Um unseren Nutzern einen möglichst problemarmen Umstieg auf die neueste Windows-Version zu ermöglichen, haben wir die grundlegenden Privatsphäre-Einstellungen zusammengefasst, um dem einzelnen komplizierte Nacharbeiten zu ersparen.

Die hier generierten Einstellungen funktionieren ebenso unter Windows 11.

Datenkrake Windows?

Ab Werk werden seit Windows 10 diverse Daten an Microsoft zurückgesendet. Dies ist insbesondere bei der Arbeit mit geheimen und schützenswerten oder personenbezogenen Daten ein problematischer Zustand. Microsoft ist mit dieser Philosophie allerdings nicht allein. Auch Mac OS, iOS und Android sammeln mehr Daten, als es den meisten Nutzern bewusst ist.

Einstellungsauswahl

Bitte verwenden Sie folgende Übersicht, um die systemweiten Einstellungen unter Windows Ihren Präferenzen anzupassen. Wir haben bereits eine robuste Vorauswahl getroffen.

Die auswählbaren Optionen wurden über die Windows-Gruppenrichtlienverwaltung erstellt und ins Windows-Registry-Format konvertiert, sodass ein Großteil der Einstellungen auch für die Home-Editionen von Windows 10 greifen sollten.

Telemetrie-Daten

Unter diesem Begriff werden anonymisiert Nutzungsdaten (Programme, Versionen, Nutzungshäufigkeit, Systemstabilität...) an Microsoft gesendet. Die Übermittlung dieser Daten lässt sich zwar auf ein Minimum einschränken, aber nicht vollständig deaktivieren. Weiterhin kann man das Windows-Feedback sowie Nutzerumfragen deaktivieren.

Persönliche Daten, Tipp- und Schreibverhalten

"Zur Verbesserung der Eingabe- und Schreibfunktionen" erlaubt sich das System standardmäßig, Handschriften und Eingaben in Suchfelder u.a. an Microsoft zu senden. Diese Funktion lässt sich komplett deaktivieren, es wird jedoch davor gewarnt, dass die Nutzererfahrung unter Windows darunter leiden könne. Hierzu liegen uns bisher noch keine Erfahrungen vor.

Cortana/Windows-Suche

Die neue fest integrierte Suchfunktion lässt sich immerhin auf ein Minimum einschränken, sodass nur noch lokale Quellen durchsucht werden, also keine Daten mehr an Dritte (MS) gesendet werden. Hier lässt sich zwischen Deaktiveren der Online-Quellen und den erweiterten Features von Cortana unterscheiden.

OneDrive

Standardmäßig nötigt MS seine Nutzer regelrecht dazu den eigenen Cloud-Speicher "OneDrive" zu verwenden, indem man grundsätzlich angeboten bekommt, seine Dateien dort und nicht auf der eigenen Festplatte zu speichern.

Standort-Dienste

Standardmäßig erfasst Windows z.B. anhand von IP-Adressen oder GPS den Standort des Geräts, um relevante, regionale Informationen bereitzustellen.

Automatische Updates

Mit Windows 10 verschärft MS die Update-Politik. Technischer Support/Gewährleistung steht nur für Geräte zur Verfügung, die innerhalb des letzten Jahres Updates installiert haben. Ab Werk wird man nicht einmal mehr informiert, ob oder welche Updates installiert werden. Es geschieht einfach. Dies kann allerdings auch sehr unschöne Nebeneffekte haben. Verlässt man den Arbeitsplatz z.B. und kommt vom Mittag zurück, wurde möglicherweise in der Zwischenzeit der PC neugestartet und evtl. nicht gespeicherte Änderungen an Dokumenten sind verloren.

Weiterhin unterstützt der Windows-Update-Dienst nun die Übertragung von Updates peer-to-peer direkt zwischen Client-Geräten. Dies kann ein Sicherheitsproblem darstellen, sollte einer der Peers mit Malware verseucht sein.

Online-Features

Browser-Features

BSI-Empfehlungen

Privatsphäre-Einstellungen zu ModernUI-Apps

Die mit Windows 8 eingeführten Metro/ModernUI-Apps bieten konkrete Einstellungen zur Verwendung der Daten anderer Apps. Diese sind in den Systemeinstellungen (Nicht Systemsteuerung) unter dem Punkt Privatsphäre zusammengefasst. Hier kann man konkret kontrollieren, welche App welche Informationen verwenden darf. Diese Einstellungen ließen sich zwar auch systemweit einschränken, würden aber u.U. die intuitive Verwendung des Betriebssystems unmöglich machen, sodass man hier noch immer selbst Hand anlegen muss.

Bitte beachten Sie, dass nach der Installation nativer Windows-Programme der Nutzer keine Möglichkeiten hat, das Online-Verhalten der Anwendungen zu steuern. Die neu eingeführten Einstellungen stellen also tatsächlich eine Verbesserung dar.

Browser-Sicherheitswarnungen

Nach Klick auf den Button wird der Download einer .reg-Datei gestartet. Manche Browser warnen vor dem Download. Bitte ignorieren Sie ausnahmsweise die Warnung und führen Sie die Datei nach dem Download aus, um die Einstellungen zu setzen.